Verlorenes Land: Selbst wenn die Hütte lichterloh brennt

Beitrag von Tom Schiller

In Paris brennt es in fünf Vororten. Anlass der dortigen Unruhen ist ein Zwischenfall aus jüngster Vergangenheit: Ein Migrant soll von Polizisten gefoltert worden sein. Dies wurde von anderen Migranten zum Anlass genommen, in ihren Wohnbezirken den Bürgerkrieg zu proben. Hollande sieht sich gezwungen, die Banlieus zu besuchen, man befürchtet einen Flächenbrand in Frankreich.

Man scheint die Situation also ernst zu nehmen.

Zumindest wahrt man den Anschein. Ganz anders in Deutschland. Dort demonstriert die Politiker-Kaste gerade eindrucksvoll, wie leicht es sich auf der Nase des Volkes rumtanzen lässt, ohne dass man auch nur ansatzweise ernstzunehmenden Widerstand befürchten muss. Da werden in Dresden drei Schrottbusse vor der Frauenkirche aufgestellt. Dieses „Kunstwerk“ soll „Aleppo nach Dresden holen“ und ein „Hoffnungszeichen setzen“. Hoffnung wofür? Die Frage ist berechtigt, hat sich doch herausgestellt, dass genau solch eine Barrikade von einer islamistischen Terrormiliz in Aleppo errichtet wurde.

Der „Künstler“ Manaf Halbouni, ein Syrer, hat ein weiteres sehr interessantes „Kunstwerk“ geschaffen: Eine Landkarte, auf der er die Eroberung Europas durch den Islam darstellt!

Ergänzt wird die „Kunstinstallation“ vor der Frauenkirche von „Flüchtlingsgräbern“ in Form von Fotomatten, welche nun den Boden des Theaterplatzes zieren. Gedacht werden soll ertrunkener Menschen, die freiwillig, teilweise aus sicheren Ländern kommend, eine riskante Überfahrt übers Mittelmeer bezahlt hatten, um ins Sozial-Paradies Deutschland zu gelangen.

Dies alles geschieht vor und um den 72.Jahrestag der Bombardierung Dresdens. Um jeder Kritik den Wind schon im Vorfeld aus den Segeln zu nehmen, konstatierte der Dresdner OB Hilbert, dass Dresden schließlich keine unschuldige Stadt sei. Statt angemessene Trauer erleben wir hier wieder einmal die Nazikeule und die Verharmlosung der Flüchtlingskrise. Ein paar vereinzelte Demonstranten begehren auf, den Rest interessiert es nicht.

Empathie ist sicher eine ehrenwerte Sache, nur frage ich mich, wo denn die Empathie im Falle der Terroropfer vom 19. Dezember geblieben war? Oder bei den Opfern des Axt-Attentates. Diese Opfer haben samt und sonders bis heute kein Gesicht bekommen, die „Trauer“ der Volksvertreter war so „groß“, dass sie sich genötigt sahen, Mitte Januar mal eine Schweigeminute in ihrer Schwatzbude abzuhalten.

Das Alles wird hingenommen, wortlos, klaglos … Genauso wenig Aufsehen dürfte die Entscheidung der großen Koalition erregen, den Haushaltsüberschuss in die Flüchtlingsrücklage fließen zu lassen. Mehr Geld zum Beispiel für die Ausrüstung der Polizei oder dringende Reparaturen bei der Infrastruktur scheint nicht notwendig zu sein. Das Versagen der Behörden im Falle des Terroristen von Berlin, Anis Amri, wird von der Politik gänzlich ausgesessen. Kein Wort zu den Fakten, dass dieser „Flüchtling“ aus Tunesien seit seiner Einreise bereits in ELF (!!) Strafverfahren auffällig geworden war.

Das Alles wird hingenommen, wortlos, klaglos…

Aber man sorgt für anderweitige Beschäftigung des schlafenden Michel. Geht es nach dem Willen des Bundesrates, darf er demnächst auch Milchtüten und Weinflaschen zurück in den Supermarkt schleppen, um den darauf zu entrichtenden Pfand wieder einzusammeln. Naja, zumindest wird die Chance für deutsche Rentner ein wenig größer, beim Durchwühlen von Mülleimern mehr zu finden als bisher, was die Rente ein wenig aufbessert.

Das Alles wird hingenommen, wortlos, klaglos…

Währenddessen sieht sich Hamburgs Polizeipräsident genötigt, gegen den Politiker Dolzer von der Linken Anzeige zu erstatten, weil dieser Herr die in Notwehr abgegebenen Schüsse auf einen Migranten als „rassistisch motivierte Hinrichtung“ bezeichnete.

Noch während der Wahlfarce am vergangenen Sonntag, auf der dem Volke das neue Staatsoberhaupt zurechtgewählt wurde, hat sich der ZDF-Autor Christian Huber (Neomagazin) für den Hate-Speech-Preis 2017 qualifiziert. Er twitterte: „So, ich hoffe, Olivia Jones boxt Frauke Petry jetzt auf der Empfangsparty um“.

Interessanterweise hat dieser Tweet auch einigen Politikern gefallen, z.B. Jonas Tresbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD Main-Taunus, ein Parteifreund von Hate-Speech-Inquisitor Heiko Maas. Es ist nicht bekannt geworden, ob IM Victoria’s (aka Anette Kahane) Internetpolizei aktiv geworden ist. Vermutlich nicht.

An die täglichen Übergriffe auf Frauen, Morde, an Diebstähle, an die wachsende Zahl von Einbrüchen, daran, dass sich die meisten Leute nachts kaum noch auf die Strassen trauen, hat man sich offenbar längst gewöhnt. Der Gewöhnungsmechanismus ist bereits soweit in den Alltag eingedrungen, dass man meint, die Karnevalsaison 2017 wäre trotz zahlreicher „Anti-Terror-Maßnahmen“ und einem riesigen Polizei-Aufgebot die selbe heitere Geschichte wie noch vor 10 Jahren.

Tja, was machen die, wenn ein als Scheich verkleideter Jecke mit Sprengstoffgürtel in der Menge das Knöpfchen drückt? Das Alles wird hingenommen, wortlos, klaglos …

Ach ja, da war doch noch was … Da gab es doch noch eine Partei, die die klaglose, wortlose Masse aufrütteln wollte und will … die AfD. Doch von der Partei hört und sieht man nix. Die AfD ist mit sich selbst beschäftigt, treibt erneut die eigene Spaltung voran, indem sie sich in Flügelkämpfen verausgabt.

Ja, das Land ist verloren.

Täglich passieren Dinge im Staate, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wären: stetig wächst der Spaltpilz in der Gesellschaft, stetig wachsen die Ungerechtigkeiten gegenüber der Bevölkerung. Stetig wächst die Gefahr, dass das Sozialsystem kollabiert, der Euro den Geist aufgibt oder Terrorakte weitere Menschenleben auslöschen.

Und das Volk tut NICHTS!

Müssen erst Stadtviertel brennen, wie in Paris gerade eben? Aber selbst wenn: Auch dort rät man den Bürgern, lieber zu Hause zu bleiben. Dem Deutschen muss man das nicht erst anraten. Der Deutsche macht das sowieso, gestern, heute, und wenn die Hütte erstmal lichterloh brennt, erst recht.

Das Land ist eben verloren.

10 Gedanken zu „Verlorenes Land: Selbst wenn die Hütte lichterloh brennt

  • 16. Februar 2017 um 7:05
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    Schön zusammengefasst wie auch ich die Situation erlebe. Zur Entschuldigung der Leute muss man allerdings erwähnen, dass das Brot&Spiele-Prinzip in Deutschland perfektioniert wurde, und dementsprechend tadellos funktioniert. Die Leute haben weder Zeit noch Kraft sich nach der Arbeit noch mit Politik zu beschäftigen. Daher denke ich, ja, es müssen erst Stadtviertel brennen, und selbst dann wird es viele geben, die immer noch keine Migranten diskriminieren wollen. Ich bin nur froh am Arsch der Welt zu wohnen, wohin sich kaum ein Flüchtling verirrt, so wird es mich zuletzt treffen.

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    • 16. Februar 2017 um 17:47
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      Richtig, deutscher Michel, auch wir hier sind froh, am Arsch der Welt zu leben. Wir betrachten die Ereignisse mit gemischten Gefühlen, aber aus der Ferne. Und auch wenn uns das alles sehr schmerzt, wir kommen zu dem Schluss, dass die (meisten) Deutschen nicht anders verdienen. Wenn man mit ihnen spricht, dann wollen die es immer noch nicht wahrhaben, was da gerade in ihrem Land abgeht. Die Worte, die man zu hören bekommt, lauten meistens: „Was Du immer hast, es geht uns doch gut“ Tja, fragt sich nur, wie lange noch. Und dann ist eshalt wahrscheinlich zu spät.

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  • 16. Februar 2017 um 7:17
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    Ja, das sehe ich genauso. Deutschland ist verloren, es ist bereits viel zu lange nach 12…!

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  • 16. Februar 2017 um 7:27
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    was sie im letzten Absatz geschrieben haben, „muss“ hier eintreten. es muss alles brennen und der deutsche muss es richtig fühlen, ansonsten kapiert er es nicht.
    spreche ich in meinem Bekanntenkreis einmal die schwierige lage in Deutschland an, so heißt es immer wieder, über diese Sachen wollen wir jetzt nicht reden. und so geht es schon seit jahren. die meisten kümmern sich nur noch um Fußball, DSDS, lindenstrasse, fressen und saufen. 99% der deutschen sind einfach blöd.da haben die grünen in unserem bildungssystem kräftig mitgeholfen.

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  • 16. Februar 2017 um 8:39
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    Nein, lieber Tom Schiller, das Land ist nicht verloren !
    Schwerst beschädigt und am Abgrund stehend, aber nicht verloren. Es wird zu einer Katastrophe kommen, Finanzcrash oder Bürgerkrieg ( Naja, nicht alle davon sind wirklich Bürger ).
    Möglicherweise auch eine Kombination aus mehreren Ereignissen.
    Das ist für jeden der es sehen will kein Geheimnis mehr. Leider ist dies auch zwingend notwendig. Das politische System ist, aufgrund seiner Struktur und seiner Protagonisten, absolut unreformierbar und Ursache der Probleme. Es kann nicht mehr Teil der Lösung sein.

    Auch wird die Masse der Menschen erst umdenken und bereit sein die gewohnten Strukturen aufzugeben, wenn es wirklich an das Eingemachte geht. Heisst: Kein Bier mehr im Kühlschrank und keine Bundesliga mehr. 🙂 ( Mehr Galgenhumor als Scherz )

    Ich befürchte nach dieser Katastrophe werden wir eine Menge neu aufbauen müssen. Ressourcen werden leider genügend vorhanden sein. Warum leider ? Wer wird einen solchen Crash überleben ?
    Schwerstkranke, Rentner, Sozialfälle ? Wahrscheinlich großteils nicht.
    Wenn dann noch ernsthafte Auseinandersetzungen mit einigen millionen kulturfremder Menschen, die von uns nicht mehr gefüttert werden dazukommen, wird es sehr unschön. Danach werden auch viele Menschen fehlen, die wir dringend für eine Neustrukturierung brauchen werden.

    Was macht Hoffnung ?
    Der Wiederaufbau wird ohne die Leute und Organisationen stattfinden, die das Desaster verursacht haben. Wir werden niemanden mehr alimentieren müssen, der nicht bereit ist seinen Teil zu einer funktionierenden Gesellschaft beizutragen.
    Die grundlegenden Strukturen im Land ( z.B. Rettungs- u. Katastrophendienste, Infrastruktur, Gewerbe und auch Vereine ) sind bestens organisiert und werden funktionieren.

    Deshalb werden wir das, ich zitiere eine der Hauptverantwortlichen für das Chaos, schaffen !

    Nein Tom Schiller, das Land ist nicht verloren ! Es wird eine Weile dauern, aber dann wird es wieder das Land sein das unsere Heimat war und ich hoffe, das Sie und ich das noch erleben werden, damit wir wissen das unsere Kinder und Enkel eine Zukunft haben.

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    • 16. Februar 2017 um 19:16
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      Wenn es zu einem Systemabbruch kommt ist die entscheidende Frage ob die Infrastruktur erhalten bleibt. Wird die Infrastruktur zerstört, gehen wir in ein dunkles Zeitalter wo nichts ausser Essen zählt.
      Und die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintrifft, würde ich persönlich als sehr hoch einschätzen. Die vielen Brandherde auf diesem Planeten sind nicht mehr mit menschlicher Vernunft zu regeln. Da alles mit allem verbunden ist, macht es wenig Sinn auf den einen oder anderen Punkt detailliert einzugehen. Sehen wir das Ganze möglichst unvoreingenommen und distanziert.

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  • 16. Februar 2017 um 10:22
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    So ähnlich konnte ich kürzlich lesen:
    Der Diener Gottes Noach schluchzte unaufhörlich und betete: „Lass mich nicht zusammen mit den Sündern umkommen, mein Retter; denn ich sehe bereits, wie sich das Chaos des Volkes bemächtigt und Wahn die Erde erschüttert. Die Wolken hängen tief, der Himmel ist fahl, die Engel eilen herbei als Vorhut deines Zorns.“

    „Wahn die Erde erschüttert, Chaos im Volk …“, wenn das nicht unsere Zeit ist!
    Paris geht jetzt seiner Bestimmung als großes Krematorium entgegen.
    Wer den Rauch am Horizont nicht sieht, der kann das Trommeln der 16 Hufe auch nicht hören.

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  • 16. Februar 2017 um 12:24
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    Zu Dresden: Es interessiert die Leute schon, aber es hat niemand Lust auf Besuch der Antifa oder des Bündnisses „Dresden nazifrei“.
    Auf deren Konto gehen zahlreiche zerstörte Fahrzeuge, beschmierte Einfamilienhäuser und eine umfängliche Berichterstattung beim Arbeitgeber.
    Ich als Dresdner kann ihnen versichern das mindestens 80% der Dresdner diesen Schrott nicht sehen wollen und entsprechend dagegen sind.
    Leider ist aber unser Stadtrat RRG und es gab schon einige die nach kritischen Briefen ans Rathaus anschließend , rein zufällig , eine Hygienekontrolle mehr in der Kneipe hatten, eine Baustellenbegehung mit anschließender vorübergehender Sperrung , eine Ablehnung des Einspruchs unsw.
    Es ist die DDR 2,0 und damit wissen die Leute gut umzugehen hier in DD.
    Aber das Fass läuft immer mehr voll und dann wundern sich wieder die Politiker wenn die Leute wieder zu hindertausend auf der Strasse stehen.

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  • 16. Februar 2017 um 12:59
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    Ein großflächiger Stromausfall für 3 Tage, verursacht durch Naturkatstrophe oder einen Hackerangriff aufs Internet, und das System bricht zusammen. Je eher desto höher die Chance aus dem nachfolgenden Chaos und Bürgerkrieg noch einigermaßen mit ein paar Blessuren als Deutsches Volk davon zu kommen und wieder normale Verhältnisse herzustellen.

    Sind erstmal die für die kommenden Jahre angekündigten 12 Millionen arabisch-afrikanischer Krieger einmarschiert, tendieren unsere Chancen gegen Null. Hoffen wir also auf baldigen Blackout. Eine andere Möglichkeit den Untergang des gesamten Deutschen Volkes noch abzuwenden sehe ich momentan nicht.

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  • 16. Februar 2017 um 22:16
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    Ach kommt, ihr ganzen Schwarzseher! Wenn ihr wirklich der Meinung seid, dass alles unrettbar verloren ist, dann legt euch doch hin zum sterben!
    Und selbst wenn ihr Recht hättet, gerade dann könntet ihr doch so richtig massiven Widerstand leisten, ohne Angst etwas zu verlieren, beim Arbeitgeber angeschwärzt zu werden oder mit der Antifa zu kuscheln, wenn doch sowieso alles verloren ist!

    Nein, nein – ich gebe „dermichi“ und anderen hier Recht, die Situation ist tragisch (weil zu viele Feiglinge und Jammerlappen in D leben) aber nicht hoffnungslos.
    Hättet ihr vor 6 Monaten gedacht, dass Trump Präsident wird und alle linksgrünen in Hysterie versetzen wird? Nein, ihr dachtet Hillary wird den dritten Weltkrieg starten!

    Wo ist Hillary heute?
    Wo sind die siegessicher grinsenden Zbigniew Brzezinski (abgesägt wegen Erfolglosigkeit), McCain, Biden und natürlich Soros heute? Sie haben ihren Mythos der Unbesiegbarkeit eingebüßt. Alle Mitläufer und Furchtsamen haben gesehen, dass deren Macht gar nicht so groß ist, wie sie uns glauben machen wollten.

    Putin hat hier den Anfang gemacht. Ihm gebührt die historische Ehre, in schwärzester Nacht gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner aufgestanden zu sein und ihn Schritt für Schritt zu bezwingen.
    Dann haben sich China, Ungarn, Tschechien, teilweise Österreich und Polen und nun sogar Trump-Amerika angeschlossen.

    Und ihr jammert herum, weil die Erfolge nicht über Nacht kommen, anstatt euch auf euren Beitrag (steter Tropfen) zu konzentrieren?

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