Im Fettnäpfchen-Wahlkampf mit den Grünen

Man sollte schleunigst ein Handbuch darüber verfassen, wie Wahlkämpfe am besten nicht geführt werden. Die Grünen wären so kurz vor dem 13. März mit den drei Landtagswahlen eine absolut bevorzugte Zielgruppe. Die Gutmenschen-Partei mit dem großen Realitätsverlust und dem starken Hang, das Wahlvolk zu drangsalieren und zu „sprachbereinigen,“ erlaubt sich dieser Tage einen Fauxpas nach dem anderen. Die Serie ist beinahe beängstigend.

Am Mittwoch erwischte es Volker Beck. Die Polizei in Berlin-Schöneberg fand bei einer Kontrolle – so die Staatsanwaltschaft gegenüber der BILD-Zeitung, 0,6 Gramm „einer betäubungsmittelsuspekten Substanz.“ Laut der BILD war es wohl Crystal Meth. Der „tiefe Fall“ des „selbstverliebten Moralapostels“, der seit 1994 dem Bundestag angehört und sich nicht nur für eine Lockerung der Drogengesetze, sondern in den 80er Jahren auch für eine Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten eingesetzt hatte (Stichwort Kindersex), trat heute von seinen Ämtern zurück.

Auf Facebook ließ er verlauten, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen werde sich „zu gegebener Zeit“
sein Anwalt gegenüber der Staatsanwaltschaft äußern. – Jetzt wissen wir wenigstens, warum Beck für eine liberale Drogenpolitik eingetreten ist.

Schon am Wochenende waren die Grünen bei einer handfesten Manipulation ertappt worden. Weil mehr als 4.000 Menschen in Stuttgart gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder demonstrierten, und den Grünen derartige „Publicity“ für ihre Lehrpläne gar nicht recht war, zeigte die Landtagsfraktion ein Bild, auf dem grölende Glatzköpfe zu sehen waren.

Das Problem daran: Das Foto war bereits 2011 entstanden, und zwar bei einer Rally holländischer Rechtsextremisten. Die Partei scheint es also nicht nur mit den Gesetzen, sondern auch mit der Wahrhaftigkeit nur solange genau zu nehmen, wie es nicht ihre eigenen Interessen tangiert. Man habe auf das Bild verlinkt und nicht gemerkt, dass es eine Montage war, kam später die laue Erklärung.

Auch wie die Grünen es mit Demokratie und Meinungsfreiheit halten, wurde in dieser Woche deutlich. Der Publizist Henryk M. Broder bekam das zu spüren. Er war vom Bayerischen Rundfunk für die Talkrunde „Münchner Runde eingeladen worden. Kurz darauf wurde er wieder ausgeladen, auf Druck der Grünen Claudia Roth, wie er vermutet.

Broder erklärte anschließend, er habe sich auf die Diskussionsrunde gefreut, denn er hätte bei dieser
Gelegenheit die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages (seit Oktober 2013) fragen können, warum sie unlängst bei einer Demo mitlief, auf der „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“, skandiert wurde. Schon in seinem Blog fragte Broder, wie sich der Auftritt von Roth auf der Demonstration mit dem hohen Amt vereinbaren ließe. Man kann sich gut vorstellen, wie peinlich dieser Roth-Auftritt so kurz vor der Wahl geworden wäre.

Dass die Grünen nicht einmal ihre eigenen Parolen und ihr Parteiprogramm Ernst nehmen, bewiesen sie ebenfalls in der laufenden Woche. Trotz Feinstaub-Alarms gingen sie in Stuttgart mit einem Mercedes Vito (man gönnt sich ja sonst nichts) MIT DIESELMOTOR auf Wahlkampftour. Im Internet ernteten sie „Hohn und Spott“ und jede Menge Kopfschütteln.

Die Aufrufe an allen wichtigen Straßen und Kreuzungen an die Autofahrer, sich nach umweltschonenden Alternativen umzuschauen, wurde ignoriert. Dies sei „symbolisch nicht so gut“ gewesen, hieß es hinterher kleinlaut.

Dass dann auch noch der Grüne Ministerpräsident Kretschmann den „in die „Verfassungsordnung inkulturierten Islam“, eine Art Volks-Islam beschwor, fiel nach dieser blamablen Serie schon fast nicht mehr auf. Wie das bei einer Religion gehen soll, die als „Verfassung“ nur das eigene religiöse Regelwerk anerkennt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, obwohl ich zwei Jahre lang für die WELT und die ARD aus dem islamischen Malaysia berichtet habe.

Das Land gilt als eines der „moderaten“ islamischen Länder, übergibt aber alle Fragen, die die Religion betreffen an Sharia-Gerichte. Und seit Kurzem wird allen Nicht-Moslems die Verwendung des Namens „Allah“ streng untersagt.

3 Gedanken zu „Im Fettnäpfchen-Wahlkampf mit den Grünen

  • 4. März 2016 um 2:13
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    Das die Grünen völlig schamfrei sind und immer noch ungestraft einen draufsetzen können, zeigt die Beck’sche Eskapade mehr als deutlich. Offensichtlich tolerieren aber auch die anderen Parteien im Bundestag, dass man zugedröhnt über Wohl und Wehe der Nation befinden kann. Es ist zu vermuten, dass diese stillschweigende Solidarität mit Beck etwas mit den Kokainspuren auf den Toiletten des hohen Hauses zu tun haben könnte.
    Was allerdings noch mehr verwundert ist die Tatsache, dass diese Herrschaften immer noch satte Mehrheiten einfahren, wenn das Pack zur Wahlurne gebeten wird. Auch weiss ich nicht, wie man es fertig bringt, angesichts der Zustände im Lande seinen Arsch auf dem Sofa zu wärmen, anstatt der Politikerkaste die Hölle heiss zu machen.
    6 Millionen glotzen Mutti beim Propagandafernsehen, aber keine 100.000 gehen auf die Strasse. Also scheint man ja wohl mit allem rundum zufrieden zu sein. Und nach dem 13. März werden sich wieder Koalitionen finden, die so weitermachen, wie bisher.
    Man kann nur noch sprachlos den Kopf schütteln, wenn man bewusst drüber nachdenkt, was Ihr da drüben Euch so Alles gefallen lasst…..

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  • 6. März 2016 um 10:13
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    Dank der seit mehr als 3 Jahrzehnten bestehenden aggressiven, zunehmend linkslastigen Wohlfahrtsstaats-Politik des Staates ist inzwischen eine ganze Generation von nicht produzierenden Wohlfahrtsempfängern und Mitgliedern des wuchernden Sozialstaates herangewachsen, die Wahlkampf hin, Wahlkampf her natürliche „Grüne“ sind und bleiben.

    Sie sind ideologisiert bis in die Knochen und durch solch „lächerliche“ Patzer ihrer Nomenklatura nicht zu erschüttern.

    Sich darüber zu wundern scheint mir überflüssig.

    Daß ihre Leitbilder und Führer Trittin und Fischer treue Diener eines gewissen Donald Rockefeller sind, der heute noch für den Kommunismus eines Stalin und Mao schwärmt und dem die Reduzierung der Weltbevölkerung um einige hundert Millionen, besser Milliarden bis heute eine Herzensangelegenheit ist, ist für sie pure rechte Propaganda und Verschwörungstheorie.

    Wir können dem Kopp-Verlag und seine international bekannten Autoren wie Udo Ulfkotte nur vielmals danken, dass sie mutig mit der Lügenpresse streiten und unbeirrt, politisch unkorrekt weiter publizieren.

    Ich freue mich darauf von Peter Orzechowski und seinen Mitstreitern noch viel zu hören.

    Dr. Werner Ende von stay-free.org
    Stay-Free.org Motto: Is freedom anything else than the right to live as we wish? Nothing else. Epictetus

    ________________________________________________________________
    PS: Gerne stehe ich zum Nachweis von einwandfreien Quellen und der Herkunft von Zitaten genannter Personen zu Verfügung

    Antwort
  • 6. März 2016 um 10:22
    Permalink

    Nachtrag zu meinem Kommentar:

    Ich vergaß Herrn Gärtner zu erwähnen und ihm für seinen Artikel zu danken.
    Pardon!

    Mit freiheitlichem Gruß

    Werner L. Ende 6. März 2016
    mailto:werner.ende@stay-free.org

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