Heute in diesem Theater: „Gelebte Demokratie“

Beitrag von Tom Schiller

 

Es ist wieder so weit. Zur Belustigung des Volkes wird erneut ein Schauspiel aufgeführt: Die Wahl des Bundespräsidenten. Die Hauptrolle für dieses Schmierentheater erhielt Frank Walter Steinmeier, er setzte sich im Casting erfolgreich gegen…, hm, gegen wen eigentlich(?) durch.

Es gibt auch vier Nebendarsteller, der Bekannteste von denen ist Alexander Hold, Richter im richtigen Leben und Fernseh-Soap-Richter. Die anderen kennt keiner. Sie sind auch nicht wirklich wichtig.

Das Schauspiel wird als Wahl inszeniert, die Veranstaltung wird im Stück „Bundesversammlung“ genannt. Die Darsteller, die die Wähler verkörpern, sind auch gecastet, von den Parteien selbstverständlich. So verkörpert z.B. die Schauspielerin Natalia Wörner die Schauspielerin Natalia Wörner. Im Stück wurde sie von der SPD zur Abstimmung geschickt.

Um für diese Rolle ausgewählt zu werden braucht man einen Fürsprecher in einer Partei. Wer das im Falle Wörner wohl gewesen sein mag? Die Einschaltquoten für diesen Langweiler dürften ziemlich gering ausfallen. Ja, die Wahl des Staatsoberhauptes des „besten Deutschlands, was wir jemals hatten“ (BP Gauck) ist schon eine Lehrstunde gelebter Demokratie.

Nur gut, dass da auch richtige Action-Thriller gedreht werden! Die Uraufführung dieses Streifens ist für den 22. April geplant. Der Thriller spielt in Köln. Es wird um den Parteitag der AfD gehen. Laut Drehbuch haben 30.000 tolerante Menschen Widerstand gegen eine Versammlung von Menschen mit anderer Meinung angekündigt.

Ganz vorn mit dabei bei den 30.000 – die ANTIFA. Diese Gruppierung machte in anderen Action-Spektakeln schon auf sich aufmerksam, z.B. beim niederbrennen von Autos, verprügeln von Polizisten, „Verschönerung“ von Häusern von AfD-Mitgliedern, kurz, bei allen möglichen Aktionen, die eine gewisse Stuntman-Erfahrung benötigen.

Auch diesmal soll es ein ganz besonderer Act werden. „Die Hütte soll brennen“– kündigten dieToleranten an, und zwar in Bezug auf den Veranstaltungsort, das „Maritim“ in Köln. Zahlreiche Trailer im Vorfeld der Premiere sorgen jetzt schon für Spannung, so z.B. die Todesdrohungen gegen Mitarbeiter des Maritim-Hotels, verbunden mit der Warnung, am Veranstaltungstag besser nicht zur Arbeit zur erscheinen.

Andere tolerante Bürger, wie die „Fachschaft der TH Köln“, haben vor lauter Toleranz ihren Absolventenball im Maritim abgesagt. Soviel Toleranz der Toleranten ist doch wahrlich gelebte Demokratie! Großes Kino, was uns da geboten wird.

2 Gedanken zu „Heute in diesem Theater: „Gelebte Demokratie“

  • 12. Februar 2017 um 15:44
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    Wenn ich den Actionthriller um die AfD betrachte, sowas kenne ich von früher. Da hieß es entweder, „Kauft nicht beim Juden!“ oder „für Juden kein Zutritt!“

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  • 12. Februar 2017 um 20:30
    Permalink

    Mein Vorschlag: Die nächste Wahl zum Bundespräsidenten: „Nachts um halb eins“

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