Die Eine-Welt-Regierung der Konzerne

Flickr Creative Commons, puppet-on-a-string
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Es wird für uns Verbraucher auch ohne TTIP und CETA schon richtig eng, wie die jüngsten Beispiele und Milliarden-Deals zeigen. Das heißt natürlich nicht, dass TTIP und CETA uns egal sein sollen, weil sie keinen Unterschied mehr machen, im Gegenteil: Wir müssen mehr den je auf der Hut sein vor den Kolossen, die vom Einkaufswagen über unser Konto bis hin zu dem Wasser, das wir trinken, die Märkte beherrschen und ihren Würgegriff um Regierungen, die uns als Verbraucher und Wähler sowieso nicht mehr in der oberen Hälfte ihres Prioritäten-Zettels notieren, festigen.

Im Online-Handel machen die drei größten Unternehmen hierzulande – Amazon, Otto und Zalando – über elf Milliarden Euro Umsatz im Jahr und damit fast so viel Geschäft wie die Firmen auf den Rängen 4 bis 100 zusammen.

Die Übernahme von Monsanto durch Bayer erschafft einen Agrar-Koloss, der 29 Prozent des globalen Samen-Geschäfts und knapp ein Viertel des weltweiten Pestizid-Geschäfts umfasst.

Inzwischen beherrschen die jeweils vier führenden Konzerne im Samengeschäft und in der Agro-Chemie zusammen über die Hälfte des Weltmarktes. Und nur zwei handvoll Nahrungsmittel-Unternehmen kontrollieren fast den kompletten Einkaufswagen, den wir mehrmals in der Woche durch den Supermarkt schieben.

 

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