Die beste Heuchel-Republik, die es für meine Steuern gibt

Flickr Commons, Tamori Hideaki

Wir sind ein „demokratischer“ Staat, der seinen Präsidenten in den Hinterzimmern abgehalfterter Parteien ausmauschelt, während „unsere“ Kanzlerin dem neuen US-Präsidenten Ratschläge in Sachen Demokratie erteilt. Wir sind ein Land, in dem große, aber schwindsüchtige Medien ihr Publikum für blöd erklären, ihm jedoch vorwerfen, mit Kritik die Demokratie zu destabilisieren.

Wir sind ein Land, in das man derzeit leichter illegal als legal einreisen kann. Wir sind ein Land, dessen Regierungschefin in einem Akt politischer Tollwut die eigenen Grenzen niederreißt, damit Monate danach Weihnachtsmärkte in Festungen verwandelt werden und in Großstädten die Polizei zum Schutz von Frauen in Armeestärke aufmarschieren muss, damit keine weiteren Massenvergewaltigungen stattfinden.

Wir sind ein Land, dessen politische Elite behauptet, man müsse die Migrationskrise an deren Wurzeln bekämpfen, also dort, wo Kriegsflucht und wirtschaftlich motivierte Wanderung beginnen. Doch Deutschland zählt zu den zuverlässigsten und profitabelsten Waffenlieferanten dieser Erde.

Unsere Elite verdammt den US-Präsidenten für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, die vor zehn Jahren geplant wurde, aber mit deutscher Hilfe wird eine der längsten und effektivsten Grenzsicherungen dieser Erde um Saudi Arabien – eines der grausamsten Regime und eine der verheerendsten Menschenrechts-Bilanzen auf dem Globus – herum hochgezogen.

Das Establishment in Berlin und in den Landeshauptstädten drängt uns mit Hilfe der Medien und der Banken die Riester-Rente als Zukunftsmodell auf, lässt dann aber wohlwollend zu, dass rekordniedrige Minizinsen das ganze Konzept zerschießen – und erklärt es schließlich einfach für gescheitert. Die politische Kaste in Berlin schweigt die Dauerkrisen in Griechenland und Italien tot, während dort die Lunte bereits bis ins Pulverfass hinein glimmt.

Die Medien machen uns jahrelang vor, Frau Merkel sei die stärkste Frau der Welt – und tut das auch noch, als sie schon erniedrigt vor Herrn Erdogan im Staub liegt – um dann aber quasi über Nacht Martin Schulz als den neuen Kanzler-Messias („göttlich“) zu präsentieren, obwohl der außer vielen hohlen Phrasen wenig zu bieten hat und aus Brüssel bzw. Straßburg mehr dubioses Gepäck als Leistungsnachweise mitgebracht hat.

Wir leben in einem Land, dessen Regierung(en) unsere Sicherheit kaum noch gewährleisten kann (vielleicht nicht mehr will) – und in dem die wahre Bedrohung durch geschönte Statistiken vernebelt wird – während uns Justizminister „Selbstjustiz-Mentalität“ vorwerfen, wenn wir unser Hab und Gut, unsere Familie und unsere Nachbarn mit Bürgerwehren beschützen wollen.

Und das, während die Europäische Zentralbank systematisch an der Wertvernichtung einer Währung arbeitet, die uns als alternativlos und zukunftssichernd aufgenötigt wurde, mit Verträgen und Versprechen wie Maastricht, die nicht eingehalten, die verbogen, oder die schlicht ignoriert werden.

Wir sollen im September eine Frau zum 4. Mal in das Kanzleramt schicken, damit sie einen Schlamassel aufräumt, den sie selbst angerichtet hat. Wir leben in einem Land, dessen politische Elite und dessen Massenmedien uns für so unsäglich dumm halten, dass wir das auch noch bereitwillig tun werden.

Wir leben in einem Land, dessen Leitmedien von der Euro-Einführung über die Schengen-Erweiterung bis hin zur Flüchtlingspolitik völlig falsch lagen und uns um die Ohren hauen, wir seien ängstlich, von gestern, aus dem doofen Osten, oder einfach nur zu pessimistisch – in einem Land, das noch nie besser war als heute!

In diesem (unserem?) Land, das noch nie besser war als heute, grassieren Zukunftsängste, No-Go-Zonen, die Zerstörung von Ersparnissen, die Stagnation von Einkommen, werden Frauenrechte für die neue bunte Leitideologie mit Füßen getreten oder missachtet, wird Politik zunehmend in Hinterzimmern, Partei-Konklaven, in Zentralbanken oder auf stalinistisch organisierten Parteitagen gemacht.

In diesem Land herrschen Volksverachtung, Erziehungsfernsehen, Sprachbereinigung, Online-Jagd auf Kritiker und eine linke Justiz, die kein Mensch mehr versteht – beim besten Willen nicht.

Es ist ein Land, in dem die Autoindustrie zu den stärksten Standbeinen der Wirtschaft gehört, aber Autofahrer bis zu Wahnsinnsanfällen und Allergieausbrüchen genötigt, ausgequetscht und gegängelt werden, dass man sich fragt, warum nicht vor allem deswegen Straßenproteste ausbrechen.

Ich fahre durch Ortschaften, in denen ich 400 Meter nach Passieren des Ortseingangs vor lauter Schildern nicht mehr weiß, welche Geschwindigkeitsgrenze gerade gilt – und ich werde den Verdacht nicht los, dass das alles so gewollt ist. Ich lebe in einem Nachbarort von Tübingen, wo ich beobachte, dass gehirngewaschene Autofahrer mit Tübinger Stadtnummer ständig 30 Km/h fahren, wenn 50 Km/h erlaubt sind, nur weil sie nichts mehr Anderes gewöhnt sind.

Ich lebe in einem Land, in dem angeblich alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht – und dieser Anspruch auch auf dem Parlamentsgebäude der Hauptstadt propagiert wird – aber Parteien, große Firmen, mediale Volkspädagogen und tausende von anonymen und nie identifizierten Lobbyisten mit Hausausweisen im Bundestag ein und aus gehen, mit Abgeordneten speisen und Dinge besprechen, von denen wir nie etwas erfahren werden, außer, wenn wieder ein Skandal wie der bei VW zeigt, dass Rendite vor Ehrlichkeit geht, die Verbraucher die Beschissenen sind und die politische Kaste die Rendite-Oligarchie abschirmt, selbst wenn sie kriminell handelt – und das auch zugegeben hat.

Schluss-Satz: Und ich lebe in einem Land, in dem Topmanager solcher Unternehmen goldene Fallschirme bekommen, während ich für 300, 400 Euro Schulden gegenüber dem Zwangs-TV in den Bau gehen muss. Und das in einem Land, das mir grundgesetzlich Meinungs- und Informationsfreiheit verspricht, aber schon lange nicht mehr so gewährt, wie ich es auf Basis dieses Versprechens erwarten kann.

Warum ich hier immer noch lebe?

Weil es hier jede Menge liebenswerte Menschen und viele tolle Produkte gibt, und Traditionen, für die es zu kämpfen lohnt. Und weil ich trotz allem die Hoffnung nicht aufgebe, dass wir immer noch ein Fundament haben, von dem aus wir zu wahrer Demokratie zurückfinden können. Das reicht mir schon – ich bin mit 57 Jahren bescheiden geworden.

19 Gedanken zu „Die beste Heuchel-Republik, die es für meine Steuern gibt

  • 17. Februar 2017 um 7:04
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    Warum kann ich Sie nicht wählen?

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  • 17. Februar 2017 um 7:07
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    Sie sprechen mir aus dem Herzen!! Danke Danke Danke!!! Bin selbst ein suspendierter Polizeibeamter der unbequemes gesagt hat…………….so ist das nun malin diesem Land….!!

    H.S.

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  • 17. Februar 2017 um 7:21
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    Und wir leben in einem Land, in dem für eine mit Lügen und Fälschungen begründete Klima-„Rettungs“-Politik von den Bürgern und Stromkunden stetig steigende Mehrkosten (!) in zweistelliger Milliardenhöhe pro Jahr eingetrieben werden.

    Mit denen eine, Jeder Wissenschaft hohnsprechende, Ersatz-Energieversorgung mit Windrädern und Photovoltaik errichtet wird, damit künftig Elektroautos (ohne Verlängerungsschnur) fahren können sollen und Strom-Speichertechniken mit Wirkungsgraden unter 30% des Nachts und bei Windstille angeblich die Versorgung übernehmen sollen. Propagandalügen, die alles bisherige in den Schatten stellen.

    Und nachdem man uns unsere weltweit sicherste und zuverlässigste Energieversorgung mit Kernkraftwerken inklusive der Forschung und Entwicklung für deren nächste Generation untersagt und mit sinnentleerten Hysterie-Szenarien ausgeredet hat, lacht sich die Welt über unsere derart infantile Energiepolitik kaputt und hängt uns mit fortschrittlichen Konzepten für KKWs ab, die mit neuen Verfahren Kernbrennstoffe noch effizienter ausnutzen und mit eigensicheren Reaktoren diese Technologie – ohne die Deutschen – in ihren Ländern bauen und einsetzen.

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    • 17. Februar 2017 um 13:43
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      Wie zum Beispiel die Thorium Technologie. Aber davon haben unsere Politiker noch nie gehört.
      Aber mit kleinen Renovierungen werden wir nicht hinkommen.
      Das System ist sowas von versaut, daß es erst vollkommen niedergerissen werden muss, um einen Neubeginn zu bewerkstelligen.
      Aber nur ein Krieg oder gigantische Wirtschaftskrise kann dies bewirken. Und da steuern wir hin. Noch nie haben sich solch korrupte Systeme dauerhaft an der Macht halten können und es wird hier nicht anders sein. Viel Elend werden wir erdulden müssen.

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  • 17. Februar 2017 um 7:47
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    Sehr gute Analyse, voll auf den Punkt gebracht, vielen Dank

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  • 17. Februar 2017 um 8:29
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    Das schlimme daran: Es stimmt von hinten bis vorne!

    Danke für diesen Artikel, welchen ich am liebsten bei mir re-bloggen würde.

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  • 17. Februar 2017 um 9:15
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    Artikel ausschneiden, zum Copyshop fahren, like Ina Deters an jede Wand kleben, noch mal ausschneiden, einrahmen und zuhause von außen an die Wohnungstür hängen.

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  • 17. Februar 2017 um 10:17
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    Danke für den Artikel!

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  • 17. Februar 2017 um 11:19
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    Wieder ein Jahr rum, wieder aufgeregt, wieder nichts dagegen gemacht.

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  • 17. Februar 2017 um 11:41
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    Wieder ganz der alte Markus Gärtner; danke dafür !
    Wir erleben m. E. viele Ablenkungen wegen ganz, ganz großem Theater, aber (hoffentlich) im letzten Akt ! Unsere geschulten Dauerdummschwätzer in der Politik hatten sich wohl darauf verständigt, Teil der NWO (aus US-Sicht) zu sein und das ist auch noch nicht ausgestanden. Ohne dieses „Das Ende der Geschichte“ werden aber die westlichen Schuldgeld-Systeme ihr zwangsläufiges Ende finden und davor haben sie – die Politiker – jetzt verständlicher Weise eine Höllenangst. Hätte ich wohl auch, wenn ich wegen komplettem Irrsinn eins der fleißigsten Völker um ihre kompletten Ersparnisse und Ansprüche der letzten 5 Jahrzehnte gebracht hätte.
    Eine gut gemeinte Mistgabel macht noch lange keine Revolution, aber wenn alle eine in die Hand nehmen müssen . . . . ?
    Auf den baldigen Zusammenbruch des Euros und damit dem Ende dieses kollektiven, politischen Hyperschwachsinns, freue ich mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten !

    Antwort
  • 17. Februar 2017 um 12:20
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    „Weil es hier jede Menge liebenswerte Menschen und viele tolle Produkte gibt, und Traditionen, für die es zu kämpfen lohnt. Und weil ich trotz allem die Hoffnung nicht aufgebe, dass wir immer noch ein Fundament haben, von dem aus wir zu wahrer Demokratie zurückfinden können. Das reicht mir schon – ich bin mit 57 Jahren bescheiden geworden.“

    „viele tolle Produkte“ an zweiter Stelle und danach erst die Traditionen… das relativiert konsumschaflastig leider viele gute Aussagen aus dem Artikel. 🙁

    Das Fundament einer Volksgemeinschaft (von der taz aktuell in einem Artikel ungewohnt realistisch auch „Wohngemeinschaft“ genannt) sind gemeinsame Herkunft, „Traditionen“, Kultur, Sprache, Werte, Regeln und die gemeinsame Achtung und der gemeinsame Respekt voreinander.
    „Wahre“ Demokratie hat nichts mit einer zig Mio. zählenden Volksgemeinschaft zu tun und kann weder Friedlichkeit, noch Gerechtigkeit oder gar Freiheit derselben garantieren.
    Demokratie bedeutet – unverzerrt und real – in der wortwörtlichen Übersetzung aus dem Griechischen die direkte Volksherrschaft (griechisch δημοκρατία, von δήμος dēmos „Volk“ und κρατία, kratía „Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke“).
    Direkte Volksherrschaft.
    Wie sollen die verbliebenen ca. 60 Mio. Deutschen unterschiedlichster Charaktere, Intellekte und Ideologien sich je wirklich wirksam, friedlich und für alle zur mindet nötigen Zufriedenheit gerecht einig werden? Demokratie funktioniert max. im kleinen Rahmen eines z. B. Dorfes oder einer kleinen Stadt. Je größer die Anzahl der Gemeinschaftsmitglieder, umso geringer die Chance der Gerechtigkeit und Einigkeit. Und umso größer die Gefahr der Manipulation, des Betruges und des Missbrauchs.

    Für große, menschliche Gemeinschaften, wie z. B. ein Zig-Millionen-Volk, bedarf es unumgänglich einer autoritativen Führung und auch diese birgt immer die Gefahr, dass Macht missbraucht wird. Es kommt dann möglicherweise auf die Weisheit und Klugheit des Volkes an, solche in seine Führung zu wählen, die ihm wirklich dienen, real und aufrichtig an seinem Wohl interessiert sind und von Enthusiasmus, als von Gier nach Macht und Geld gelenkt werden. Die statt die ihm verliehende Macht zu missbrauchen und das Volk einfach nur zu unterdrücken, alles nur Erdenkliche tun, ihr Volk zu stärken, es zu verfestigen, es ermutigen, sich selbst zu sein und vor allem fähig sind, sich selbst größtmöglich zurückzunehmen und zu bescheiden, was Einflussnahme und Vorgaben angeht.

    Derzeit erleben wir in der BRiD GmbH, dass nicht nur Macht, sondern auch der Begriff und die Bedeutung von „Demokratie“ schwerstens missbraucht werden. Aufgrund der jahrzehntelangen Indoktrination und Dressur des Volkes, wehrt sich dieses nicht, sondern unterwirft sich wider des natürlichen Selbsterhaltungstriebes der eigenen Zerstörung und Auflösung.

    Wie soll ein solch uneiniges, erfolgreich vom volksfeindlichen Regime gespaltenes, in Auflösung begriffenes und in widernatürlicher Geistesumnachtung sich selbst hassendes Volk bitte mit Demokratie umgehen?

    Nein. Hier ist nicht „wahre“ Demokratie vonnöten – sondern wäre eher fatal – hier hilft nur noch eine autoritative Führung, die ihrerseits absolut patriotisch und lebenserfahren (was jüngelnde Uni-Abgänger ausschließt) selbstverständlich das hier beheimatete, „eingeborene“ Volk bevorzugt, es wiedererweckt, ihm Selbstbewusstsein, Stolz und Heimat-, sowie Kulturbewusstsein und – ganz wichtig – ihm das nötige Verantwortungsbewusstsein für seine Volksgemeinschaftsmitmenschen zurückgibt.

    Da dies jedoch Menschen erfordert, die nicht nur Patriot sind und Führungskraft besitzen, sondern einerseits den Mut und die Stärke, alle nötigen – und mit Sicherheit im derzeitigen Möchtegern-Gutmenschentum unpopulären – Entscheidungen zu treffen und andererseits den ausgeprägten Sinn und das uneingeschränkte Talent besitzen, sowohl den für 60 Mio. einheimische Menschen größtmöglichen Kompromiss bei ebenso größtmöglicher Gerechtigkeit zu finden, als auch die wirklich ernsthaft und aufrichtig an der Teilhabe an UNSEREM Leben, UNSERER Kultur, UNSEREN Werten, Traditionen und Regeln interessierten Ausländer entsprechend klar verpflichtet in unsere Volksgemeinschaft mit aufzunehmen.

    Genaugenommen hat Deutschland das über viele Jahrzehnte ja schon gemacht. Warum das plötzlich den wirren, ideologisch volks-, heimat- und natürlichkeitsfeindlichen, grün-linken Sektierern nicht mehr reicht, mag sich nur ihren eigenen cerebralen Abgründen erschließen. Deutschland immer Ausländer aufgenommen, wenn sie – wie es sich gehört, wenn man Gast in einer anderen Familie ist – sich angepasst haben, selbst für ihren Lebensunterhalt sorgten und unsere Lebensweise mit uns lebten und teilten.
    Probleme entstehen – natürlicherweise – wenn Gäste in Undankbarkeit und Missbrauch von Gastfreundschaft anfangen, Forderungen zu stellen, ihre eigene Lebensweise den Gastgebern aufdrängen und beginnen, ihre Gastgeber und deren Lebensweise abzuwerten und zu bekämpfen, sich auf der Arbeit der Gastgeber auszuruhen und sich vom eigenen Zimmer auf das ganz Haus (die Heimat) der Gastgeber auszubreiten. Niemand mag so jemand im Hause haben und wirft solche Aufrührer, Streitsucher und Schmarotzer normalerweise raus. Es sei denn, er ist von einer ihm verborgen feindlich gesonnenen „Bürgermeisterclique“ über Jahrzehnte manipuliert und fremdgesteuert und damit seines natürlichen Selbstschutzreflexes, sowie seiner Weitsicht, Weisheit, Werteschatzes, seines Verantwortungsbewusstseins, seines Respekts voreinander und vor sich selbst, seiner Bildung und seines Lebensunterhalts beraubt worden.

    Ich teile Ihre Hoffnung nicht, weder in Hinsicht auf Demokratie, noch in Hinsicht auf das große Erwachen bei den Konsumschafen und Arbeitssklaven.
    Realisten glauben nicht an Wunder.

    Mir gefiel das deutsche Deutschland. Mit all seinen Eigenheiten, Verschrobenheiten, Traditionen, Dialekten, mit seinem Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden, mit seinen Errungenschaften der persönlichen Freiheiten und des Schutzes, mit seinen Erfindungen, mit seinen Gedichten und dieser einzigartig schönen, weil vielseiten Sprache. Mit gefiel die Gewissenhaftigkeit, das Selbstbewusstsein, das Ehren der Ahnen, das Festhalten an Altbewährtem, der Respekt voreinander, die Alten wurden als weise geachtet, die Kinder als Schatz gehütet, die tägliche Arbeit als Selbstverständlichkeit angesehen. Traditionen, Bräuche und Wissen wurden von den Alten an die Jungen weitergegeben und so bewahrt.
    Vorbei.
    Das Deutschland, das ich mochte, in dem ich gern lebte und mich wohl fühlte, das Deutschland, das frei war, freundlich und einander respektvoll, gibt es nicht mehr. Deshalb bin ich gegangen und schaue mir den Abgesang auf die auf ihrer religiös-fanatischen Regenbogen-Wolke schwebende grün-rot-schwarz-sektierte BRiD GmbH ganz entspannt von außen an.

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    • 17. Februar 2017 um 13:28
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      Nach 18 Jahren im Ausland denkt man bei Produkten an das super Brot, die schönen Bäckereien, die Wurst……

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    • 18. Februar 2017 um 9:45
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      Danke für den Kommentar. Manchmal denke ich, ich wäre der einzige der so denkt. Bei fast jedem Gespräch höre ich nur: Noch mehr Globalisierung wäre der Schlüssel zur Problemlösung. Wenn ich dann einwende, dass für mich genau das Gegenteil, also zurück zu kleineren Einheiten, die Lösung vieler Probleme wäre, ernte ich nur ungläubiges Kopfschütteln. Sofort bin ich dann der Zurückgebliebene, dem „Zeitgeist“ gegenläufige usw. Die Tatsache, dass Sozialsysteme, oder überhaupt, der soziale Gedanke, nur in kleinen, überschaubaren Dimensionen ablaufen kann, soll das System nicht überlaufen zu unüberschaubarer, unberechtigter Nutzung allerlei Parasiten, wird noch nicht mal als Denkanstoß zugelassen. Mittlerweile habe ich mit allem Abgeschlossen, was dieses Land einmal ausgemacht hat. Selbst die von Frau Gärtner zu Recht angesprochenen Qualitäten, wie Back- u. Wurstwaren (OMG die gute Laugenbrezel… ich wohne auch in der Nähe von Tübingen) schmecken mir im Zuge der vielen negativen Randerscheinungen nicht mehr richtig. Auch ich bin in dem Alter (58), in dem man sich für die restliche Zukunft so seine Gedanken machen muss. Dabei fühle ich mich in Anbetracht des zukünftigen Un-Ruhestands wie ein vom Sozialsystem ausgesaugtes Stück Dreck, das auch noch „Danke Angie“ für die bunte Geisteskrankheit sagen soll. Das ist nicht mehr mein Land!

      Antwort
  • 17. Februar 2017 um 12:37
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    Super! Ein Thema sollte aber noch hinzugefügt werden: Gesundheitswesen.

    Ich, 71, nach einem harten Leben nicht mehr ganz fit, erlebe hier nur Chaos und Zumuntung (und natürlich immer weiter steigende Kosten).

    Meine Familienangehörigen wies ich an, in meiner Sterbeurkunde als Todesursache „Gesundheitssystem des wiedervereinigten Deutschland“ eintragen zu lassen.

    Antwort
  • 17. Februar 2017 um 15:09
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    Brainstream gegen Mainstream !

    Antwort
  • 17. Februar 2017 um 21:49
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    Guter Text! Aber keine Sorge – die Verbitterung wird noch steigen.

    Antwort
  • 18. Februar 2017 um 19:02
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    „Nicht die Eliten sind das Problem – die Bevölkerung ist das Problem!“….O-Ton Joachim Gauck

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  • 20. Februar 2017 um 17:03
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    In einem Land, wo „Dichter und Denker? zu Hause waren.
    Heute denke ich das einige nun mal nicht mehr dicht sind.
    Sie haben ja so Recht, mit dem Artikel.
    Ich bin zur Zeit in Singapur. Bei so manchem könnten wir uns“eine Scheibe abschneiden“.
    Traurig, wenn ich mir dies verdorbene System in D. anschaue und ich weiß man kann soviel anders und besser machen.
    Guckt euch an welche „Luftpumpen“ wir zur Auswahl haben.
    Da wird einem „Angst und Bang“, bei diesem hochqualifiziertem Personal.
    Aber ich glaube es gibt sie noch, die „Dichter und Denker“.
    Solange es die „Klappsmühle“ noch gibt, denke ich wir sind dicht dran an Veränderungen. Dankeschön hierfür.

    Antwort
  • 21. Februar 2017 um 22:37
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    Superzusammenfassung! Danke!
    Warum erkennt das leider nur eine Minderheit?

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