Deutschland – Die Waschmaschine fürs Gehirn

Ein Gastbeitrag vom Tom Schiller

Hirnwäsche ist noch immer keine anerkannte Heilmethode. Wäre sie es, könnten sich ARD und ZDF problemlos von Krankenkassenbeiträgen finanzieren, die Diskussion um die Gebühren hätte sich schlagartig erledigt.

Auch hier in den USA schauen wir oft, dem Internet sei Dank, Sendungen aus dem deutschen Bezahlfernsehen. Sogenannte Nachrichtensendungen sowie Talk Shows vermeiden wir, der Gesundheit zu liebe. Unser Fernsehverhalten beschränkt sich auf seichte Filmkost, meist schauen wir Krimis. Zu den bevorzugten Angeboten zählten bislang „Tatort“ und andere, teils serienmäßig aufgezogene Krimi-Kost.

Die Versuche, uns mit Hilfe solcher Sendungen ein wenig Ablenkung vom Alltag zu verschaffen, scheitern jedoch in letzter Zeit regelmäßig. Erst gestern brach ich den Versuch, mich mal auf andere Gedanken zu bringen, bereits nach 10 Minuten ab. „Nord, Nord, Mord“ stand auf dem Programm. Die vorangegangenen Folgen hatten wir schon gesehen und fanden sie recht nett. Insofern versprach es ein netter Fernsehabend zu werden, bis…. bis die Hirnwäsche einsetzte.

Eine illegal arbeitende Putzfrau, dem geneigten Zuschauer als Syrerin vorgestellt, räumte dem Kommissar Clüver gegenüber ein, dass ihr bewusst sei, dass man die illegale Tätigkeit als Putzfrau als Sozialbetrug bezeichnet. Der Kommissar äußerte natürlich sein Unverständnis über die antiquierte Einordnung eines solchen Delikts als Betrug. In einer weiteren Szene  schaute die Syrerin sehnsüchtig auf das Handy des verständnisvollen Gesetzeshüters. Er fragte, ob sie keines hätte. „Nein“, lautete die Antwort. Ihr Smartphone würde unerreichbar für sie westlich von Korfu im Mittelmeer liegen, erklärte sie in fliessendem akzentfreien Deutsch. Woher sie so gut Deutsch könne, fragte der Kommissar. Was Wunder, natürlich hatte die Schutzsuchende einst studiert, Architektur, in Deutschland.

Ab dann folgte ich der Handlung nicht mehr. Mein Gehirn war genug gewaschen worden.

In noch nicht einmal 15 Minuten bekam ich die volle Ladung heile Flüchtlingswelt eingehämmert, wie es noch nichtmal „Spiegel“, „FAZ“ und andere Vertreter der Wahrheitsmedien bisher vermocht hatten. Ich war so froh, dass all diese Meldungen über schlecht gebildete „Schutzsuchende“, die in grosser Zahl ohne Papiere – aber dafür mit Smartphones (bei der Überfahrt gerettet für die Merkel-Selfies) – ins Sozial-Schlaraffenland kamen, ad absurdum geführt wurden. Auch war ich angetan, dass mir der Kommissar klarmachte, dass die Sozialgesetzbücher (ja es gibt eine ganze Menge davon!) eigentlich totaler Humbug seien und Sozialbetrug ein Straftatbestand ist, der im Grunde aus dem StGB getilgt gehört.

Ein Ausweichen auf ausländische Krimis scheint auch nicht möglich. Der schwedische Vierteiler „Modus“ räumte mit der Falschinformation auf, Schwule würden von Islamisten an Baukränen aufgehängt oder von Hochhausdächern geworfen. Nein, es sind Amerikanische christliche Religionsfanatiker, die Mordkommandos nach Schweden schicken, um dort die ihrer Ansicht nach sexuell fehlgeleiteten Menschen reihenweise zu ermorden.

Ich werde wohl auf alte Folgen von Benjamin Blümchen oder „Die Schwarzwaldklinik“ umsteigen müssen.

Nun sitz ich hier, allein, mit meinem gewaschenen Gehirn.
Ich träume von einem erblühenden Deutschland, getragen von Leistungskraft und -willen derer, „die noch nicht so lange da leben“. Und dabei stelle ich fest: Hirnwäsche ist keine Heilmethode, aber ein gewaschenes Hirn eine sehr ernste Diagnose.

4 thoughts on “Deutschland – Die Waschmaschine fürs Gehirn

  • 5. Januar 2017 at 9:14
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    Ich vermeide das deutsche Brainwash TV schon seit letztem Jahr. Z.B. kam auf Einmal beim Verbrauchermagazin „Markt“ im WDR jeweils in der letzten Viertelstunde nach den Kaffeemaschinen und Hundefuttertests das Thema Flüchtlinge und wie oben beschrieben ist mir das bei den Krimis auch ins Auge gefallen. Die ÖR Radiosender höre ich auch nicht mehr – the same procedure as everywere… Unterschwellige einseitige Indoktrinierung und Meinungsmache , Propaganda auch bei den Nachrichten die z.T. schon von der DPA wertend geliefert und dann im Wortlaut verlesen werden. Manche Leute bekommen das wohl gar nicht mit oder Leben in einer Blase – für die anderen stellt sich die Frage wohin man auswandern könnte wenn sich nichts ändert und es noch bekloppter wird? Speziell wenn man Kinder hat…

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  • 5. Januar 2017 at 22:15
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    Ja hehe „auf alte Folgen von Benjamin Blümchen oder „Die Schwarzwaldklinik“ umsteigen müssen.“ Genau das habe ich bereits vor Jahren gemacht. Zwar nicht direkt diese Serien aber es gibt eine Menge anderer. Am nähesten zu den erwähten gehört Pumuckel. Der ist teilweise auch richtig politisch inkorrekt (schimpft umher, beleidigt Leute und sein Meister Eder meint einmal sogar das die Zeitungen voller Lügen sind).
    Bei den Filmen ist der Abstieg dasselbe. Es gibt in älteren Filmen oft Dialoge welche ein paar Sekunden dauern aber mehr Essenz in sich bergen als die meisten der heutigen Filmen über ihre komplette Laufzeit (geistig anregende Szenen wurden komplett durch primitive Gewalt ersetzt).
    Wenn ich gute alte Filme und Serien im Bekantenkreis verteile, gibt es aber auch immer wieder welche die offenbar nur auf die Bildqualität achten. Einige Leute sehen sich lieber stundenlang einen hochauflösen Dreck an als etwas geistig anregendes/witziges/lehrreiches.

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    • 6. Januar 2017 at 14:42
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      ich bin mittlerweile bei Comedy Central und American Dad zwischengelandet, hab mich dabei in Francine verliebt, und South Park gefällt mir auch immer besser…haha

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  • 6. Januar 2017 at 10:35
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    Lieber Herr Schiller, vielen Dank für den amüsanten Kommentar. Bei der Bemerkung über die Krimireihe „Modus“ musste ich befreit schmunzeln, sind sie doch scheinbar einer der Wenigen, dem die verbogen und verquirlte Weltanschauung sauer aufgestoßen, und letztlich überhaupt aufgefallen ist. Für die meisten scheint das schon ganz „normal“ zu sein. Ich schaute mir den „Krimi“ anfangs nur deshalb an, weil ich bei allen skandinavischen Krimis, sehnsüchtig auf die Fortsetzung der genialen Krimis vom Norden, á la „Adler“ „Kommissarin Lund“ hoffte. Aber das waren, glaube ich, dänische Krimis. Egal, nun wurde ich „schwedisch“ herbe enttäuscht. Nicht nur was Filmdramaturgie, -Schnitt, -Dialog usw. betraf, sondern natürlich auch was die penetrante Indoktrination, eitriger linksgrün feministischer Wahrnehmung, angeht. Ich bin wirklich ein toleranter Mensch. Immer und überall. Wenn ich aber ständigen mit der Intoleranz der zu Tolerierenden torpediert werde, die meinen natürlichen, in der zivilisierten Welt üblichen, Toleranzbogen fast täglich zum Bersten bringen, könnte ich zum „Tier“ werden. Ok, zum Tier nicht, aber zum archaischen Menschen, der noch Spuren der Steinzeit in sich trägt, den Überlebensinstinkt, der mir sagt, das solch tolerierte Minderheiten nur für die Unterhaltung in der Höhle taugen, wenn am Feuer der Mammut verteilt wird, aber nicht für die Welt außerhalb der Höhle, wo es hart, kalt und gefährlich ist. Wo Mut, Visionen, Instinkte und eiskalte Berechnung, und kein freundliches Gesicht(!), für die Erlegung des Mammuts, oder die Abwehr von Feinden für die Erhaltung der Gruppe nötig sind. Leider sind wir schon so „Kultiviert“ /„Zivilisiert“ dass wir glauben, uns diese entartete Gesellschaft, bösartigen Metastasen gleich, dauerhaft leisten zu können. Selbst die kranke Gender Hypothese hat noch keiner beenden können. Wie krank ist das denn?! Wäre es nicht so traurig, könnte man zynisch anmerken, dass nun endlich genügen fanatische Moslems in den zivilisierten Westen dringen, um dem degenerierten Westen, mit seinen instinktlosen aber gefühlvollen Quoten KriegerInnen, den Garaus zu machen. Bevor es falsch rüberkommt: Ich liebe Frauen! Ich verabscheue Feminismus!! Meine Erfahrung ist, dass wirklich starke Frauen genauso denken. Sie werden nämlich als erstes vom Feminismus diskriminiert, der das Geschlecht der Frauen pauschal mit Quote und sonstigen Indoktrinationen (siehe deutsches TV) als allesbeherrschende Männer verunglimpfende Heldinnen durchs Abendprogramm, inklusive Werbung, stiefeln, und den Eindruck vermitteln lässt, die „böseweisseMänner“ Welt retten zu können. Wie schnell dieser einfältige Irrglaube auffliegt, hat ja Sylvester 2015/16 gezeigt. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass vielleicht doch noch ein paar „böse“ weiße Männer, die den archaischen Instinkt noch nicht ganz verloren haben, und wie ich, schon seit zwei Jahren im „Kampfmodus“ stecken, weil das instinktive Gefühl für Gefahr täglich eine derartige Menge Adrenalin durch meinen Körper pumpt, dass ich kurz vor der Klapsmühle stehe. Und das trotz meiner 58 Lenze, wo der Krieger normalerweise das wärmende Feuer mit Bärenfell vorziehen sollte.

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