Der Schmusekurs mit der Davos-Mafia hat Hillary das Genick gebrochen

Hier kommt eine knallharte Abrechnung von Naomi Klein zum Wahlergebnis in den USA. Es war nicht Bernie Sanders, der Hillary das Genick brach. Es war auch nicht das FBI, oder Wikileaks mit den Podesta-Mails. Oder unabhängige Kandidaten. Oder die Leitmedien, die Trump am Ende doch etwas mehr redaktionellen Raum widmeten. So argumentiert die kanadische Journalistin, Globalisierungs-Aktivistin und Bestsellerautorin. Sie behauptet: Weil Clinton sowie ihre Partei und Anhänger mit den Neoliberalen ins Bett gegangen sind und sich mit der „Davos-Klasse“ gemein gemacht haben, hat Clinton die Wahl verloren.

 

Das Hauptargument bringt Klein so auf den Punkt:

“Here is what we need to understand: a hell of a lot of people are in pain. Under neoliberal
policies of deregulation, privatisation, austerity and corporate trade, their living standards have declined precipitously. They have lost jobs. They have lost pensions. They have lost much of the safety net that used to make these losses less frightening. They see a future for their kids even worse than their precarious present. At the same time, they have witnessed the rise of the Davos class, a hyper-connected network of banking and tech billionaires, elected leaders who are awfully cosy with those interests, and Hollywood celebrities who make the whole thing seem unbearably glamorous. Success is a party to which they were not invited, and they know in their hearts that this rising wealth and power is somehow directly connected to their growing debts and powerlessness”.

Übersetzung: “Hier ist das, was wir verstehen müssen: höllisch vielen Menschen geht es schlecht. Unter der neoliberalen Politik von Deregulierung der Märkte, Privatisierungen, Sparpolitik und dem von Konzernen dominierten Handel ist ihr Lebensstandard jäh gesunken. Sie haben Arbeitsplätze verloren. Sie haben ihre Pensionen eingebüßt. Sie haben einen großen Teil des Sicherheitsnetzes verloren, das ihre Verluste dämpfen konnte. Sie sehen für ihre Kinder eine Zukunft, die noch unsicherer ist als ihre eigene. Gleichzeitig haben sie den Aufstieg der Davos-Klasse gesehen, ein engmaschiges Netzwerk von Bankern und Milliardären, und gewählten Politikern, die mit diesen Interessen eine kuschelige Beziehung eingegangen sind sowie Hollywood-Stars, die das ganze Geschmuse auch noch unerträglich glanzvoll aussehen lassen. Der Erfolg ist eine Party, zu der sie nicht eingeladen wurden und sie spüren es in ihrem Herzen, dass diese wachsende Konzentration von  Reichtum und Macht irgendwie direkt mit ihren eigenen Schulden und ihrer Machtlosigkeit zu tun haben.“

 

Ein Gedanke zu „Der Schmusekurs mit der Davos-Mafia hat Hillary das Genick gebrochen

  • 12. November 2016 um 15:46
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    Das ist eine glänzende Analyse und eins zu eins auf Deutschland übertragbar. Auch hier haben sich die wirtschaftlichen und die politischen, selbsternannten, usurpierten Eliten gegen die Bürger verschworen. In den USA nennen sie sich liberal und sind rot und rotzig, wie man in einigen US-Städten es aktuell beobachten kann. Hierzulande nennen sich die Roten liberal und wissen nicht einmal was das ist, und was das Wort beinhaltet und bedeutet. Es sind Linksfaschisten und linke Populisten der übelsten Sorte, wie man es gerade wieder von sogar den Regierungsbänken hören konnte, von so einer SPD-Provinznull wie Stegner mit seinem Gossenvokabular gar nicht zu reden. Und auch hier schmücken sie ihre Schamlosigkeiten mit einigen publicitygeilen A, B, C, D…………-und-tiefer-Promis, Soapoper-, Film-, Gesangs- und sonstige Mottenkistenmonster aus der Yellowpress und der Gala. Auf beiden Seiten des Atlanktiks erweisen sich die Roten als schlechte Verlierer. Warum? Weil wirklich liberale auch verlieren können, linke Ideologen dagegen nicht.

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