Bange Frage: Bin ich jetzt überhaupt noch ein Deutscher?

Gastbeitrag von Thomas Schiller

Zunächst möchte ich einen herzlichen Gruss in die Heimat loswerden, bevor ich mich der o.g. Frage und den Qualen, die in mir beim Versuch der Beantwortung wüten, zuwende.

Dass Frau Bundeskanzlerin Merkel mit dem Völkerrechtssubjekt, welches von Naivlingen wie mir gemeinhin als „Vaterland“ bezeichnet, manchmal auch mit verklärtem, politisch unkorrektem Blick „Heimat“ genannt wird, nicht viel am Hut hat, hat sie ja schon mehrfach bewiesen. Unvergessen ist ihr angewiderterer Blick, mit dem sie einem CDU-Partei-Genossen („Genosse“ hab ich mit Absicht geschrieben!) die Deutschland-Flagge aus der Hand riss und im Backstage-Bereich der Parteitags-Jubel-Bühne versenkte.

Neuerdings scheut sich diese Dame sogar, Deutsche als Deutsche zu bezeichnen. Die neue Bezeichnung lautet: „… die, die schon länger hier leben…“

Frau Bundeskanzlerin geruhte in den vergangenen 18 Monaten, zahlreiche Gesetze ausser Kraft zu
setzen. Einfach so, indem sie ganz einfach Sätze sprach, die in ihrer Einfachheit ähnlich sind, wie der von mir zitierte.

Der wohl berühmteste Satz war: „Wir schaffen das!“ Diese Worte hebelten sämtliche geltenden Gesetze für das Asyl – und Einwanderungsrecht aus, und das, wie es scheint, dauerhaft. Sogar das Grundgesetz hat in diesem Zusammenhang keine Gültigkeit mehr. Jedenfalls nicht für Mutti Merkel und die Regierung.

Und genau das macht mir Sorgen. Es macht mir Sorgen darüber, was es für mich bedeutet, wenn Frau Merkel Deutsche als  „… die, die schon länger hier leben…“ bezeichnet.

Ich bin nun einer, der schon länger NICHT mehr „hier“ lebt. Genauer gesagt lebe ich nun schon seit zehn Jahren „nicht mehr hier“. – Bin ich jetzt noch Deutscher?
Wenn doch ein „Wir schaffen das“ solche gewichtigen Gesetze wie das Grundgesetz, das Asylgesetz, sogar internationale Regelungen und Vereinbarungen aushebeln kann, was kann dann die neue Bezeichnung für „… die, die schon länger hier leben…“ bedeuten, die laut Pass die Staatsbürgerschaft „Deutsch“ besitzen/besaßen?
Bin ich jetzt noch Deutscher? Würde ich diese Frage einem x-beliebigen Menschen, selbst solchen mit Beamtenstatus stellen, wäre die Antwort sicherlich : „Natürlich, was sonst!“
Nun, die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass geltendes Recht nicht mehr das ist, was es einst war. Selbst das Strafgesetzbuch findet nur noch nach Gusto Anwendung. So scheint es jedenfalls. Für Vergewaltigung gibts Bewährung, für die Nichtzahlung von GEZ-Gebühren und Hass-Postings in „Sozialen“ Medien gibt es dagegen Knast. Drogenhändler in Berlin kommen fast gar nicht mehr vor Gericht. Die Grünen verlangen sogar, „Dealer“ als Beruf anzuerkennen. Das Passgesetz gilt nur noch für „… die, die schon länger hier leben…“, alle anderen können mit falscher oder mehrfacher Identität frei in Deutschland ein- und herumreisen.

Begründungen, „die, die noch nicht so lange hier leben“ anders zu behandeln als „die, die schon länger hier leben“, werden immer wieder zu Hauf aus dem Ärmel gezogen. Plötzlich ist man in Deutschland als Mädchen aus einem bestimmten Kulturkreis mit 13 Jahren schon im heiratsfähigem Alter. Wenn man im selben Alter Nagelbomben bastelt und diese auf Weihnachtsmärkten platziert , ist man jedoch strafunmündig ….

Neuerdings muss man auch Angst haben, dass dieses (subjektive) Gefühl der Vorzugsbehandlung derer, „die noch nicht so lange hier leben“ gegenüber denen, „die schon länger hier leben“ als „postfaktisch“ diffamiert wird und entsprechende Meinungsäußerungen als strafbar behandelt werden. Wetten darüber, ob es dafür höhere oder niedrigere Strafen geben wird als für „Antanzen“ ( mir kommt, mit Verlaub, das Kotzen ob solcher Neusprech-Wortschöpfungen!), Begrapschen und Vergewaltigen, nehme ich gerne an!

Zurück zum Anfang. Bin ich noch Deutscher?

Hier, wo ich schon länger lebe, stellt sich mir diese Frage nicht, Hier bin ich als Deutscher anerkannt, hier werde ich als Deutscher akzeptiert, bin willkommener und mehr geachtet, als in meinem Heimatland. Selbst Amerikaner, deren Vorfahren vor mehr als 100 Jahren in dieses Land kamen, sind heute noch Stolz auf ihre „Heritage“.
Nur manchmal überkommt mich Scham ob meiner Herkunft. Diese Scham überkommt mich immer dann, wenn ich von meinen Freunden hier gefragt werde, warum Nationalstolz im Deutschland als „Nazi“ verortet wird.
Diese Scham überkommt mich, wenn ein Freund, der in einem Hochsicherheitsgefängnis arbeitet, erzählt, dass die dort inhaftierten Kinderschänder Deutschland als Paradies für ihre abartigen Neigungen ansehen.
Den Größten Schock bekam ich allerdings, als eine Freundin mir kürzlich über ihren jüngsten Aufenthalt in Stuttgart berichtete.

Dort wurde sie in einem Restaurant von Deutschen wegen der Wahl von Trump derartig attackiert und zusammengebrüllt,  dass sie und ihre Begleiter auf das Essen verzichteten und voller Angst das Lokal verließen. Die Schilderungen ihrer Spaziergänge durchs abendliche Stuttgart erspare ich mir an dieser Stelle.

Bin ich noch Deutscher? Hmmm. Die Frage ist: Will ich das angesichts der Zustände in der Heimat (Ich weiss, „Heimat“ ist „Nazi-Sprech“) überhaupt noch sein?

Ja, natürlich möchte ich ich noch Deutscher sein. Ob ich jedoch in einem Land leben möchte, in dem die freie Meinungsäußerung schon zur Mutprobe wird, weil sie existenzentscheidend sein kann, das ist eine ganz andere Frage.

11 Gedanken zu „Bange Frage: Bin ich jetzt überhaupt noch ein Deutscher?

  • 3. Januar 2017 um 13:16
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    Lieber Herr Schiller,

    Sie sprechen mir aus der Seele ! Mir ist es unerklärlich, wieso „die Deutschen“ einfach nur noch den Mund halten und alles widerstandlos über sich ergehen lassen.
    Wenn ich könnte, würde ich Deutschland auf der Stelle verlassen …

    Ich fürchte, daß es für die „die schon länger hier leben“, noch viel schlimmer kommen wird. Aber solange Fußball als Freizeitunterhaltung Nr. 1 im Kalender steht (soweit ich das als Nicht-Fußballfan beurteilen kann, jeden Tag !!), solange wird sich „der Deutsche“ nicht erheben, um für „seine“ Freiheit zu kämpfen.

    Napoleon hatte schon recht, daß die Deutschen das dümmste Volk auf diesem Planeten sind ! A. Einstein hatte es ja auch schon angedeutet (oder gar bewiesen ?), daß die Dummheit der Menschen unendlich sei ! Beim Universum war er sich wenigstens noch nicht sicher….

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  • 3. Januar 2017 um 14:08
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    Guter Kommentar der den Finger eindeutig in die Wunde legt. Bravo und Danke für diesen Klartext. Eine Frage zu den Hass-Szenen aus dem Stuttgarter Restaurant interessiert mich dann doch als Stuttgarter Einwohner, um welches Restaurant handelt es sich? Ihr könnt mir das gerne per Mail schicken, ich würde mich freuen und könnte künftig solche Etablissements meiden. Danke im Voraus.

    Antwort
    • 4. Januar 2017 um 17:48
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      Hallo,

      nein, leider kenne ich den Namen des Restaurants nicht. Auch waren es andere Gäste, die dort so ausrasteten, und nicht der Besitzer.

      LG aus Texas
      Tom

      Antwort
  • 3. Januar 2017 um 14:11
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    Herr Schiller, ich ziehe meinen Hut vor Ihrem Beitrag! Besser hat keiner bisher den Status unseres Landes Anfang 2017 auf den Punkt gebracht.
    Ich beglückwünsche Sie bereits vor 10 Jahren richtige Entscheidungen getroffen zu haben. Damit meine ich Ihr Auswandern in die USA.
    Nebenbei bemerkt freue ich mich für die ganze Welt, dass Herr Trump gewählt worden ist.

    Antwort
  • 3. Januar 2017 um 15:29
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    Danke für ihre Mühe Deutschland zu retten, leider gibt es immer noch zu viele naive , Gutmenschen,
    die uns immer weiter ruinieren werden !

    Antwort
  • 4. Januar 2017 um 5:09
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    Deutscher? Nun ich bin keiner mehr. Als ich 1985 die Suedafrikanische annahm um ein besseres Standbein zu haben um gegen die Apartheid zu protestieren verlor ich meine Deutsche. Da halfen auch 24 Monate Bund nichts. Tuerke bin ich auch nicht.

    Antwort
  • 9. Januar 2017 um 20:16
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    Hier spinnen die behördlichen Einrichtungen immer öfter !

    Deutscher Gurtmuffel oder GEZ-Verweigerer kann bei Nichtzahlung eingekerkert werden und Kriminelle NEU HIER LEBENDE haben Narrenfreiheit.
    Neuster Witz?
    Einem Aachener Urdeutschen wurde das Holzgewehr auf dem Weg zur Karnevalsversammlung abgenommen, weil Anscheinswaffen für die Öffentlichkeit eine Gefahr darstellen.

    Gegendarstellung:

    Treffen sich 2 voll ausgerüstete Terroristen,
    sagt der eine zum anderen:

    DIE DEUTSCHEN SIND ECHT NIEDLICH.

    WIR SPAZIEREN MIT ECHTEN BALLERMÄNNERN RUM, UND DIE MACHEN AUF WICHTIG..

    Ja liebe Leut‘ bei soviel Fleiß die Aachener Polizisten ab nach Bremen und den MIRI-Clan ausräuchern, aber hurtig! Wir zählen auf euch !

    Antwort
  • 9. Januar 2017 um 23:04
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    Grüß Gott,
    kurze Antwort auf Ihren Kommentar von mir.
    1.“Wir“ haben den zweiten Weltkrieg verloren ,wegen Hitler{verkürzt ausgedrückt}
    sollen alle Deutschen ausgerottet werden.
    2.Seit 1945 werden wir Deutschen durch die Siegermächte insbesondere den USA
    umerzogen,uns wurde jeder Nationalstolz aberzogen wegen ->siehe unter 1.

    Antwort
  • 10. Januar 2017 um 18:51
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    Lieber Herr Schiller
    Vielen Dank für Ihren Beitrag mit Aussagen und Analysen die mir und Vielen meiner Freunde und Kollegen aus der Seele sprechen !
    Mich wundert immer wieder wievielecMenschen die Entwicklung in diesem Land genau so kritisch sehen aber bei der nächsten Umfrage des Politbarometers die Zustimmung für die Parteien die das Desaster verschuldet haben nicht nennenswert sinkt !

    Antwort
    • 11. Januar 2017 um 20:23
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      Das wundert hier die ganze Redaktion der Klapsmühle!

      Antwort
  • 3. Februar 2017 um 20:10
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    Lieber Herr Schilller,

    antworten Sie doch beim nächsten Male Ihren amerikanischen Freunden dass es die zu erfolgreiche , von den US-Amerikanern anbefohlene, Umerziehung ist. Empfehlenswert ist auch die Lektüre des Buches „Die Deutsche Karte“ von Herrn Komossa.

    Wg. der Umfragen: das hat auch was mit der Manipulation der Massen durch die ständige einseitige Berieselung gleichorientierter rot-grüner Redadaktionsstuben und die Bitte des Kanzleramtes, nur positiv zu berichten, zu tun; da die Schweigespirale durch FB etc. durchbrochen ist, versucht man jetzt durch das einzuführende Wahrheitministerium die Kurve zu kriegen und die Aufmüpfigen auszublenden. Wäre gut wenn Breitbart.de käme, und zwar prontissimo. Laut H. Komossa sollen die deutschen Medien bis ca. 2090 oder etwas später unter US-amerikanischer Fuchtel stehen.
    Hebt sich nun der Nebel bei der Redaktion?

    Antwort

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