Crash: Nicht benötigtes Öl addiert sich zu 40 Kilometer Tanker-Stau auf den Ozeanen

Flickr Commons, Mark Rain
Flickr Commons, Mark Rain

Bekommen wir eigentlich noch irgendwelche „Neuigkeiten“, mit denen wir nicht sowieso gerechnet haben, wenn wir aufmerksam den Gang der Dinge beobachten und unser Gehirn benutzen? Es scheint, als würden uns die Massenmedien die eine Hälfte des Berichtenswerten vorenthalten, die andere falsch aufbereiten, oder selbst nicht verstehen.

Dass der Internationale Währungsfonds in seinem neuen Wirtschaftsausblick das Risiko einer neuen Finanzkrise beschwört, darf doch niemanden, der eins und eins addieren kann, auf dem falschen Fuß erwischt haben. Dafür gibt es zu viele anekdotische und harte News, die nahelegen, wie schwach die Weltwirtschaft wirklich ist.


Chinas Konjunktur fährt mit der Bremse. In Japan schafft es die Notenbank NOCH weniger als anderswo auf dem Planeten, mit der Liquiditäts-Brechstange Bewegung in die Wirtschaft zu bringen. In Europa, wo der Zoff mit der Türkei, der Flüchtlingsstrom und das wieder hervorbrechende Griechenland-Drama die erschreckend unentschlossene und korrupte politische Kaste überfordern, herrscht Stagnation. Und das trotz schwachem Euro, extrem billigem Öl und der Abschaffung der Zinsen.

Dass der IWF sich nun traut, das düstere Szenario wenigstens anzusprechen, ist in dem uns bekannten Umfeld von Verschweigen, Verbergen und Vertuschen schon fast so etwas wie eine „gute Nachricht.“

Aber der IWF rückt auch nicht annähernd mit der Wahrheit darüber heraus, wie schlimm es um die Weltwirtschaft bestellt ist. In den kommenden fünf Jahren könne die weltweite Wirtschaftsleistung vier Prozentpunkte verlieren, falls sich so etwas wie die Finanzkrise 2008 wiederhole. Das ist mehr als nur beschönigt. Es wie wie ein Plagiat, das man uns für einen Picasso vormacht, wobei selbst die Fälschung grottenschlecht ist.

Erstens wird uns die nächste Krise mit Haut und Haaren verschlingen, weil Wertpapierkurse und
Immobilienpreise bis zur Unkenntlichkeit von den Notenbanken aufgebläht wurden, weil die Bilanzen der Banken kaputt sind, weil die Koffer der Finanzminister leer sind und weil seit der letzten Finanzkrise nicht nur die Schulden fast allerorten schneller gewachsen sind als die jeweilige Wirtschaftsleistung, sondern auch, weil es das große Kasino manipulierter und mit Minizinsen gedopter Sachwerte seither noch viel schlimmer getrieben hat.

Was der IWF als Risiko veranschlagt, lässt auch nicht annähernd erahnen, was uns wirklich droht. Das Office of the Comptroller of the Currency, das in den USA den Derivatehandel („finanzielle Massenvernichtungswaffen“) beobachtet, meldet zwar im jüngsten Quartalsbericht, das umlaufende Derivatevolumen habe seit dem ersten Quartal 2015 stetig abgenommen. Doch das Gesamtvolumen ist mit aktuell 181 Billionen Dollar mehr als elf Mal so groß wie das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union.

In diesem grotesken Umfang haben sich Banken, Hedgefonds und Großinvestoren gegenseitig Finanzschrott mit Goldrand verkauft. Und die große Masse dieser abgeleiteten Papiere basiert dazu noch auf Zinsen.

Im Klartext bedeutet das: Wenn dieses Wackel-Universum nicht explodieren soll, dürfen die großen Notenbanken auf keinen Fall die Zinsschraube ernsthaft anziehen.  Und das wiederum bedeutet, dass Spekulation, unerschwingliche Immobilien, eskalierende Staatsschulden- und alles, was sonst noch mit den manipulierten Zinsen zu tun hat (zum Beispiel unsere Renten und der Wert unseres Fiatgeldes) noch unerträglicher verfälscht, verdampft und entwertet wird.

Und zwar so lange, bis sich Negativzinsen wirklich auf ganzer Fläche ausbreiten und die Notenbanken das Bargeld endgültig abschaffen, damit wir alle nicht umgehend die Bankkonten leeren und das angeschlagene Finanzsystem über Nacht zum Einsturz bringen.

Aber was soll eigentlich noch schlimmer werden in einer Wirtschaft, in der Bares auf dem Konto wie ein Kredit an die Bank behandelt wird, der nicht mehr zurückbezahlt wird, wenn die nächste Finanzkrise zum Bail-In führt; in einer Wirtschaft, in der Negativzinsen unsere Renten so zermahlen, wie ein tonnenschwerer Mühlstein die Pfefferkörner; in der kaum noch jemand darauf vertrauen kann, dass Versicherungskonzerne die nächsten zehn Jahre überstehen, oder dreißigjährige Staatsanleihen zurückgezahlt warden?

Wir konnten die nächste Implosion des Finanzsektors nach 2008 nur dadurch verschieben, dass die Notenbanken fast 20 Billionen Dollar aus dem Nichts kreiert haben. Jetzt hat diese Tsunami so lächerliche Ausmaße erreicht, dass fast niemand mehr daran glaubt, dass sie irgendwo noch zusätzliche wirtschaftliche Aktivität auslösen könnte.

Aber nicht nur das Vertrauen implodiert. Auch die tatsächliche wirtschaftliche Aktivität geht zurück. Vor wenigen Wochen warnte die Deutsche Bank, dass auf den Meeren in irgendwelchen Tankern mehr als 157 Millionen Barrel Öl treiben, das keiner kaufen will.

Jetzt meldet Reuters, dass schon 200 Millionen Barrel Öl in den riesigen Bäuchen  von Tankern auf den Weltmeeren treiben, Rohstoff für 7,5 Milliarden Dollar, der sich zu einer 40 Kilometer langen Schlange addieren würde, wenn man all diese Schiffe hintereinander vor Anker gehen ließe.

Das ist Brennstoff, den eine bis in die Haarspitzen gedopte Weltwirtschaft nicht aufnehmen will, nicht aufnehmen KANN, selbst wenn die entfesselten Dompteure in den Notenbanken den ganzen Planeten in Liquidität ertränken. Leider warden sie genau das versuchen, während der IWF uns klarmachen will, dass uns nur ein paar Prozentpünktchen Abzug bei der B(IP)-Note des Wachstums drohen.

Wenn diese unsäglich manipulierte Weltwirtschaft uns um die Ohren fliegt, können wir mit dem Papier der IWF-Berichte neben unseren geplünderten Häusern die Kartoffsuppe kochen.

3 thoughts on “Crash: Nicht benötigtes Öl addiert sich zu 40 Kilometer Tanker-Stau auf den Ozeanen

  • 14. April 2016 at 5:29
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    Im vergangenen Jahr hat Deutschland für 232 Milliarden Euro mehr exportiert als importiert. Deutschland exportiert in Länder die schon längst pleite sind und die die exportierten Güter niemals bezahlen können.
    Wäre es denn da nicht sinnvoller, Deutschland würden in die eigene Infrastruktur investieren, in Strassenbau, Schulen, Bildung, Forschung, innere Sicherheit, und, und, und?
    Was will denn Deutschland mit seiner Exportoffensive erreichen? Sollen denn die ausländischen Konkurenten in die Pleite getrieben werden?

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  • 14. April 2016 at 6:57
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    Jetzt könnte man auf die Blöde Idee kommen, das die Flüchtlingskrise Hausgemacht ist. Ebenso dass, wir von der Kanzlerin und den Rest der Politiker belogen und betrogen werden. Der Zauberer verwirrt den Zuschauer so das er Denkt ( der kann je wirklich Zaubern) Die Kopperfils unserer Nation sitzen im Bundestag und eine Frau ist der ober Magiea. Sim sala bim und wenn der eine oder andere Trick nicht klappt, einfach Totschweigen, oder den Schuldigen ausmachen . Der ist schnell gefunden das Volk der Pöbel, die Linken, die Rechten, der IS, die Russen, die Ost Ukraine, die Chinesen,die Polen,Schechen, die Slowaken, die Ungarn, die sogenannten undemokratischen, die die Welt nicht mehr verstehen. Nur unsere Politiker an der Spitze Frau Merkel die einzigen die nur Gutes tun.

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  • 14. April 2016 at 15:53
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    Klar! Die spinnen (oder vernichten was gewachen ist), diese Elite um die Marionette Merkel, also dieses BRD-Kartell-Politiker und ihre Mainstream-Medien-Hofschranzen. Mit ein bischen Hilfe von politischer Ungeschicklichkeit und einem Schmähgedicht eines GEZ-finanzierten Hofnarren haben nun endlich fast alle Schlaftüten in Deutschland gemerkt, dass wir voll verar****t werden, und dass unser Allerwertester voll auf Grundeis gegangen ist! Da hilft auch keine Gutmenachen-Bahnhofs-Winke-Winke-Party mehr. … Nur, bei all diesem Hardcore-Politik-Versagen – um nicht gleich von Verschwörung zu reden – (nicht zu vergessen NSA-Skandal anno 2013) muss man sicg doch die allerwichtigste Frage stellen: Wieso dann diese Hexe vom Souverän nicht schon längst aus dem SAmt gejagt und vor Gericht gebracht wurde? … Dazu fällt mir nur das Goethe-Zitat ein: „Niemand ist mehr ein Sklave, als der, der in Ketten liegt, sich aber für frei halt!“ … P.S: Nach dem großen Crasch und dem großren Krieg in Europa, nach der Auslöschung von 80% der Deutschen – zumindest von ihrer Kultur und Idntität – wird eine kleine umso bewusstere Minderheit der Aufrechten einem Stamme ähnlich – wie selbstversorgende Hippies, wie Indianer – ein neues gesundes und geistig reines Volk gründen, und dieses Volk wird mit Stolz und Genugtuung als Namen tragen, genau jenes Stigmata-Wort, mit dem der neues Faschismus vor der kommenden großen Verschwörungsenthüllung alle Kritiker mundtot zu machen pflegte!

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